Prima-Klima-Schule

 

Schule am Litermont ist „Prima-Klima-Schule“

 

Das ist doch selbstverständlich, sollte man meinen: Den Wasserhahn zudrehen, das Licht ausschalten, Müll trennen, die Heizung beim Lüften runterdrehen. Diese Kleinigkeiten im Alltag sind aber doch nicht immer selbstverständlich. Oder? Aber es geht ja um viel mehr als nur die hohen Energiekosten.

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es darum, dass jeder Schüler lernt, dass sein Konsumverhalten Folgen hat und dass er durchaus Einfluss darauf hat, was in der Welt geschieht. Jeder kann selbst aktiv etwas gegen Klimawandel tun, gegen Verschwendung von Ressourcen, gegen Ausbeutung von Menschen in der Dritten Welt, gegen Artenschwund, gegen ungerechte Verteilung von Wasser und Nahrung.

Der bundesweite Tag der Nachhaltigkeit 2012 schreibt im Landkreis Saarlouis „Schulgeschichte“. An diesem Tag verpflichtete Landrat Patrik Lauer die Erweiterte Realschulen von Nalbach und vier weitere Schulen im Landkreis zu „Prima-Klima-Schulen“.

Landrat Lauer sprach im Rahmen der Auftaktveranstaltung „Prima-Klima-Schulen“ im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes die hohe Verantwortung von Landkreis und Schulen in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit an. Zur Schule als Lern- und Lebensort gehörten Projekte wie gesunde Ernährung, Schulhofgestaltung, bauliche Dinge und auch ein gutes Klima

An der Schule am Litermont wurde ein individueller "Klima-Check" durchgeführt: Strom, Wärme, Wasser, Abfall, Pausenversorgung, Schulgelände, Verkehr und CO2-Bilanz sind die Check-Punkte, an denen die Schüler in der Zukunft selbstständig arbeiten.

 

Landrat Patrik Lauer (7.v.l) und Staatssekretärin Andrea Becker (6.v.l. hintere Reihe) mit Abordnungen der Prima-Klima-Schulen (Frau Irmtraud Euteneuer, Schule am Litermont (1. v. r.), sowie Schulamtsleiterin Margit Jungmann (l.), Schulentwicklungsplanerin Natalie Sadik (3.v.r.) und Bauamtsleiter Hermann Hennrich (4.v.r.).

Im Kleinen anfangen

Gerade die Kommunen und Landkreise seien in der Verantwortung, Klimaschutz umzusetzen, sagte Lauer: "Wir müssen im Kleinen anfangen." Er nannte es einen "ermutigenden Anfang", dass nun fünf Schulen das Etikett "Prima-Klima-Schule" tragen. "So wie es in jeder Klasse Musterschüler gibt, gibt es im Landkreis auch Musterschulen", lobte Lauer die Schüler. "Ihr sollt die Vorzeigeschulen im Landkreis werden."

Mit Stolz durften SchülerInnen die „Prima – Klima – Schule“ Plakette aus den Händen des Landrates Herrn Patrik Lauer entgegennehmen.

"Global denken, lokal handeln" lautet die Devise beim Konzept der "Prima-Klima-Schulen". Das bedeutet: Die Schüler und Lehrer bekommen nicht ein fertiges Konzept vorgesetzt, mit Regeln, an die sie sich halten sollen, sondern sie sollen selbst entscheiden und erarbeiten, was sie an ihrer Schule (und zu Hause) für das Klima tun können.

Die Schule am Litermont in Nalbach hat das Wahlpflichtfach "Natur und Umwelt" als Schnittstelle von Chemie – Physik - Biologie eingeführt. Unter anderem werden mit Geräten die Verbraucher in der Schule durchgemessen. Fundiertes Wissen in dem Bereich sei nicht nur hilfreich bei der Diskussion über Klimaschutz, sondern bringe den Schülern später eventuell auch berufliche Vorteile, erklärte Schulleiterin Irmtraud Euteneuer. Das Fach entwickelt sich inhaltlich immer weiter und wird durch praktische Arbeiten und außerschulische Lernorte weiterentwickelt.

Zu dem Konzept der Schule am Litermont gehört die Müllvermeidung und -trennung in den Klassenräumen, das BIO-Bistro, der neu gestaltete Schulhof und eine Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach.

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